Zweiter Tag im Op mit Alastair Younger

Bevor es mit Dr. Younger am Morgen in den Operationstrakt des St. Pauls Hospitals ging, gab es einen Online Vortrag von Alastair Younger zum Thema „Diabetisches Fußsyndrom“, dem simultan Ärzte aus insgesamt fünf angeschlossenen Kliniken folgten.

Anschließend konnte ich beobachten, wie Alastair Younger eine arthroskopische Arthrodese bei einem 30-jährigen Patienten mit posttraumatischer OSG-Arthrose durchführt.Nach einer sehr sorgfältigen arthroskopischen Rest-Entknorpelung der Gelenkflächen und Freilegen des subchondralen, spongiösen Knochens war insbesondere die perkutane Schraubenplatzierung sehr interessant zu beobachten. Bei Detailfragen dazu verwies Alastair aber auf den für später angekündigten „sawbone workshop“.

Der zweite operative Fall des Tages war eine 73jährige Patientin mit einer fortgeschrittenen Arthrose des subtalaren Gelenks. Neben dem lateralen Zugang über den Sinus tarsi und perkutaner Verschraubung vom dorsalen Fersenbein aus, wählte Alastair zusätzlich einen kleinen Zugang über dem Talus, um hier noch eine Schraube vom Talushals aus in den Calcaneus zu platzieren.

Beim dritten und letzten Fall des Tages war es Alastairs Aufgabe Taluszysten nach Endoprothese am oberen Sprunggelenk aufzufüllen. Dazu verwendete er Spongiosa, die er mit einem „bone harvester“ aus dem lateralen Schienbeinkopf gewann. Ich war erstaunt, wie viel Spongiosa da zu holen war. Die Spongiosa mischte er dann mit „Osteoset“ und tamponierte damit die Taluszyste aus.

Nach „Feierabend“ gab es dann noch einen „hands-on workshop“, bei dem Alastair seine Verschraubungstechnik bei Lapidusarthrodese und arthroskopischer Versteifung des oberen Sprunggelenks am Plastikknochen demonstrierte.

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