Kleine OP bei kindlichem Knick-Platt-Fuss

Der Journalist Holger Laschka berichtet in der aktuellen Wochenendausgabe des Schweinfurter Tagblatts über mein Vorgehen in der operativen Behandlung schmerzhafter Beschwerden durch Knick-Platt-Füße.

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Seit einigen Jahren führe ich nun bei flexiblen aber schmerzhaften Knick-Platt-Füßen von Kindern eine sogenannte subtalare Arthrorise durch. Die fehlstellungsbedingten Beschwerden treten zumeist im Alter von 9 – 12 Jahren auf.

Bei dieser minimal-invasiven Operation wird über einen nur etwa 2-3 cm kleinen Hautschnitt unmittelbar vor dem Außenknöchel (sinus tarsi) ein kleines schraubenförmiges Implantat zwischen Fersenbein und Sprungbein eingebracht.

Dieses Implantat verklemmt sich im sogenannten Canalis tarsi (Fußwurzelkanal), der anatomischen Fortsetzung des Sinus tarsi (siehe Foto vom Modellknochen unten). Somit wird kein Gelenkknorpel beschädigt.

Hierdurch wird zum einen ein gewisses mechanisches Hindernis eingebracht, welches das Wegknicken der Ferse nach außen verhindert. Zum anderen werden aber auch sogenannte propriozeptive Rezeptoren im Fußwurzelkanal stimuliert.

Dabei handelt es sich um Nervenendigungen, welche die Spannung der Muskeln um das Sprunggelenk koordinieren. Somit wird die Aufrichtung des Knick-Platt-Fußes auch aktiv angeregt.

Voraussetzung für diesen etwa 10 bis 15 Minuten dauernden Eingriff ist die erfolglose konservative Therapie von Schmerzen, die durch den Knick-Platt-Fuß entstehen. Sind schmerzhafte Belastungsschmerzen durch Einlagen beherrschbar, ist keine Operation vorgesehen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, bei schmerzhaften Knick-Platt-Fuß vor einem solchen kleinen Eingriff die angeborene knöcherne Verschmelzung zwischen Fußwurzelknochen als Ursache für den Knick-Platt-Fuß auszuschließen.

 

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