GFFC Innercircle für Fußchirurgie in Feldafing am Starnberger See

Dr. Guido Köhne und Professor Dr. Markus Walther waren am 11. und 12.Mai 2012 Gastgeber des 19. Innercircle der GFFC  in Feldafing am Starnberger See .

“Innercircle” – Veranstaltungen der Gesellschaft für Fußchirurgie (GFFC) sind speziell für Fachärzte mit Spezialisierung auf den Bereich Fuß- und Sprunggelenkchirurgie zugeschnitten. Als Teilnahmevoraussetzung gilt daher, als “zertifizierter” Fußchirurg bei der mitgliederstärksten fußchirurgischen Vereinigung Deutschlands (GFFC) registriert zu sein.

Somit kann ein bereits fortgeschrittenes fußchirurgisches Wissen bei allen Teilnehmern eines Innercircle vorausgesetzt werden.

Bereits der Einführungsvortrag über die „Diagnostik und eine operative Planung bei komplexen Fußfehlstellungen unter Betrachtung des gesamten Beines“ bot dem interessierten Auditorium eine intensive Wiederholung aller am Fuß, Sprunggelenk und gesamten Bein wichtigen anatomischen und biomechanischen Achsverhältnisse.

Der Referent Dr. Köhne aus Pullach bei München versäumte auch nicht, nochmals alle relevanten Messwerte in der Röntgendiagnostik von Fuß und Sprunggelenk zu wiederholen. Die von ihm gezeigten Korrekturergebnisse schwerer Fußfehlstellungen, insbesondere eines sehr stark ausgeprägten „Serpentinenfußes“, waren sehr beeindruckend.

Der aus den Medien bekannte Heidelberger „Knochendoc” Dr. Wolfram Wenz zeigte in seiner für ihn typisch pragmatischen aber auch unterhaltsamen Art, wie er Patienten mit schwersten und zum Teil stark verkrüppelnden Fehlstellungen und Kontrakturen am Fuß und Unterschenkel zu einer wieder guten Funktion verhelfen kann. Dr. Wolfram Wenz behandelt vorrangig Patienten mit schwersten, meist spastischen Behinderungen und gravierende Funktionsstörungen bei Unfallopfern.

Professor Dr. Markus Walther, Vizepräsident der GFFC, beeindruckte erneut durch seinen Vortrag über „Rezidiveingriffe nach Rückfußchirurgie“.

Auf gleicher Wellenlänge bewegte sich hier auch Dr. Kai Olms mit seinem Vortrag über „Rezidiveingriffe nach Vorfußchirurgie“.

Unter “Rezidiveingriffen” versteht man notwendig gewordene Zweit- oder Folge-Operationen nach Fußoperationen aufgrund aufgetretener Komplikationen nach dem Ersteingriff.

Beide Referenten zeigten hier in einer besonders offenen Art und Weise, wie sie bei eigenen und zugewiesenen Patienten hinsichtlich aufgetretener Komplikationen nach Fußoperationen umgehen.

Solche Vorträge und auch die von den Teilnehmern des „Innercircle“ mitgebrachten Falldemonstrationen sowie deren intensive Diskussion im Auditorium machen solche Treffen wie an diesem Wochenende so wertvoll.

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz unter dem Vorzeichen angeborener und kindlicher Fußfehlstellungen. Frau Dr. Angela Simon, Präsidentin der GF FC, brachte mit ihrem gut strukturierten Vortrag Klarheit in die Nomenklatur von Adduktionsfehlstellungen im Bereich des Fußes. Hier werden verschiedene eigenständige Begriffe leider oft noch Synonym verwendet (zum Beispiel „Metatarsus adductus“ oder „Serpentinenfuß“).

Professor Dr. Johannes Hamel aus München konnte einmal mehr seinen großen Erfahrungsschatz bei der Behandlung des Klumpfußes darstellen. Dabei zeigt sich wahres Expertenwissen nicht allein in der primären Behandlung solcher Fehlstellungen sondern in der fachgerechten Therapie bei Rückfällen oder Komplikationen.

Der Vortrag von Dr. Thorsten Randt aus Bad Schwartau über die „Plattfußbehandlung im Kindes- und Adoleszentenalter“ hatte für mich einen besonders hohen praktischen Stellenwert, da auch ich solche Eingriffe bei kindlichen Knick-Platt-Füßen häufig durchführe.

Für die nötige „handwerkliche” Praxis sorgten die beiden Workshops von PD Dr. Mückley aus Coburg in (Arthrodesennagel) und Dr. Poschmann (Ponseti-Therapie) aus München in die Veranstaltung ein.

  

Randnotiz: Das gemeinsame Abendessen am ersten Tag des Meetings in Kloster Andechs rundete die Veranstaltung bei herrlic üblich hem Frühsommerwetter und hervorragender Fernsicht in die Alpen würdig ab.

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