DAF Kongress für Fußchirurgie in Dresden

Heute Nachmittag ging in Dresden der 18. Jahreskongress der Deutschen Assoziation Fuß und Sprunggelenk (DAF) zu Ende.

Zwei Tage lang konnten Fußchirurgen wieder Vorträge und Workshops rund um den Fuß besuchen. Als internationaler Gastredner war Dr. Bruce Sangeorzan aus Seattle geladen worden. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie stellte er sein Behandlungskonzept bei der Behandlung von Rückfußarthrosen vor. Zudem beteiligte er sich mit weiteren Vorträgen an verschiedenen Kongress-Sitzungen.

Für mich war die Vortragssitzung zum Thema „Coalitiones“ (angeborene Verwachsungen von Fußwurzelkochen) bei Kindern unter der Leitung von Prof. Dr. Hamel aus München und Dr. Erika Lamprecht aus der Schweiz besonders interessant. Ein Vortrag zur vorhandenen Fachliteratur und deren Analyse von Dr. Bastian Fregien aus Hannover zeigte, dass es insbesondere hinsichtlich der operativen Behandlung zwar einen gewissen Konsens aber noch keine allgemeingültigen Leitlinien gibt. Hier darf man auf weitere Studien gespannt sein.

Als Novum bei der DAF war in diesem Jahr die Schwestergesellschaft GFFC (Gesellschaft für Fußchirurgie) mit einer eigenen Vortragssitzung zu Gast.

Das Thema „Komplikationsmanagement“ war für alle Fußchirurgen brisant. Es erfordert schon eine ganze Menge Rückgrat, sich vor ein Fachpublikum zu stellen und offen über seine Komplikationen zu referieren. Und wie man damit umgeht um das Blatt doch noch zum Wohl des Patienten zu wenden.

Besonders beeindrucken gelang das Frau Dr. Angela Simon aus Malchin und Prof. Dr. Markus Walther aus München. Ihres Zeichens Präsidentin und Vizepräsident der GFFC. Gerade solche „ehrlichen“ Vorträge sind es, aus denen man dann als Kongressteilnehmer dann am meisten Erkenntnis mit nach Hause nimmt.

Kompliment an Prof. Dr. Stefan Rammelt von der Universitätsklinik Dresden, der als Kongress-Präsident ein hervorragendes Programm mit namhaften Referenten zusammengestellt hatte.

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