10 Jahre Wikipedia – Herzlichen Glückwunsch

Wikipedia – was für eine Erfolgsgeschichte!

Heute vor 10 Jahren (15. Januar 2001) startete Jimmy Wales ein Projekt, das im Internet und wohl auch “offline” bisher seines Gleichen sucht.

Am Anfang als “Besserwisser”-Seite und ”Volkslexikon” mit niedrigem Niveau und ohne wissenschaftlichen Background belächelt, wird Wikipedia heute in einem Atemzug mit dem Brockhaus und der Encyclopedia britannica genannt.

Mehr noch. Sind die auf Papier verewigten Buchregal-Repräsentanten bei Erscheinen quasi schon veraltet, glänzt Wikipedia bei einer Vielzahl von bestimmten Themen mit Tagesaktualität.

Und längst schon sind nicht mehr nur Hobbyforscher und Nerds mit Mitteilungsdrang am Wachstum von Wikipedia beteiligt. Wenn sie es denn je waren. Im Gegenteil. Geltungssüchtige, die am liebsten ihre eigene Person auf Wikipedia verewigt sehen wollen, haben kaum noch eine Chance. Durch ein ausgeklügeltes Auswahlsystem dessen, was zur Veröffentlichnung zugelassen wird, ist Wikipedia heute ein Nachschlagwerk mit hoher Relevanz.

Trotzdem finden sich hier Demokratie und Demonstration. Comic und Commerzbank. Homer und die Simpsons.

Aber Vorsicht! Schnell verlieren auch die Kontrollorgane von Wikipdeia bei einer schier unendlich erscheinenden Kette von Vornamen mal den Überblick. So wird einem Karl-Theodor auch schnell mal ein Wilhelm angedichtet. Von und zu  Guttenberg kann davon ein Lied singen. Und jeder schreibt es ab…

Wer sich dazu befähigt und berufen fühlt, kann sich sowohl an den Artikeln als auch an den teilweise erbittert geführten Diskussionen beteiligen. Jedem steht es frei, einen Wikipedia Account anzulegen und mitzureden, ja sogar mitzugestalten. Schließlich wird eingebrachtes Material durch eine Komission gefiltert und hinsichtlich seiner Relevanz bewertet.

Erstaunlich ist, dass sich trotz aller anfänglichen Vorbehalte im Land der Dichter und Denker die zweitgrößte Wikipedia Community weltweit etabliert hat. Bereits Ende Dezember 2009 wurde die Schallmauer von einer Million deutscher Artikel durchbrochen.

Das deutschsprachige Wikipedia (und hier sollen unsere österreichischen und schweizer Freunde explizit erwähnt werden) ist mit etwa 1.174.000 Artikeln das zweitgrößte lexikalische Netzwerk weltweit nach dem angloamerikanischen mit rund 3.526.000 Aufsätzen.

Wann die deutschsprachige Zweimillionengrenze erreicht sein wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Denn schon morgen werden diese Zahlen, auf die Brockhaus mit Neid aus dem Bücherregal schielt, Geschichte sein. Respekt.

Publizistisch begabte Fußchirurg(inn)en, Orthopädietechniker(innen) oder Podolog(inn)en können mit dem Spezialwissen auf  ihrem Terrain zum Gesamtwerk beiragen. Selbst wenig technisch Versierte werden beim Anlegen eines Accounts bei Wikipdeia an die Hand genommen. Es gibt sogar “Handouts” mit Richtlinien für Autoren, oder solche, die es werden wollen.

Wohl denn, frisch auf alle “Geeks” des kaudalsten Organs des menschlichen Körpers. Lasst uns unser eigenes Wissen über den Fuß mit der Welt teilen und dadurch mehren.

Spezialseiten im Internet führen zur speziellen Vernetzung von Fachkräften untereinander. Gut und notwendig.

Wikipedia führt auch zur Vernetzung mit denjenigen, die von ihren  dort erlangten, hochspezialisierten Kenntnissen im Idealfall mit einem Plus an Gesundheit profitieren. Nämlich den Patienten.

Mehr Lesestoff zum Thema 10 Jahre Wikipdia finden sie hier:

Die etwas “betagte” aber nicht minder sehenswerte Dokumentation
“Bin mal kurz…bei Wikipedia” des ZDF sehen Sie hier:

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